selbst herstellen oder kaufen – was ist besser?

Selbst herstellenoder kaufen – was ist besser?

falsch

Sachen selb­st her­stellen liegt im Trend. So boomen Seit­en mit inno­v­a­tiv­en Tipps zum Nachkochen. Das ist gesund. Zu find­en gibt es auch zahlre­iche Rezepte für die Her­stel­lung von Kos­metik. Das macht Sinn, denken viele, denn erstens kann man so Geld sparen und zweit­ens weiss man, was man sich auf die Haut stre­icht. Natür­lich stimmt es, dass Quark oder Honig die Haut nicht schädi­gen – sofern sie in einem sauberen Zus­tand auf die Haut aufge­tra­gen wer­den. Allerd­ings ist das bei DIY-Kos­metik keineswegs gesichert. Im Inter­net find­et man zahlre­iche Rezepte für die Her­stel­lung von Cre­men. Diese sind jedoch aufwendig. Zudem hat man zu Hause eine Küche, aber kein Labor. 

Sprich: Die Ver­ar­beitung der Pro­duk­te zur Creme erfol­gt nicht profimäs­sig. Ist das schlimm? Aber ja doch! Denn es kann sein, dass sich die selb­st hergestellte Creme­tube zu einem Hotspot für Bak­te­rien entwick­eln. Jedes Mal, wenn man mit dem Fin­ger rein­fährt, wird es noch schlim­mer. Das ist dann kon­trapro­duk­tiv und unge­sund. Übri­gens: Die Gle­ichung, selb­st hergestellt sei natür­lich­er als gekauft, geht auch nicht auf. Die Kos­metik­branche set­zt auf viele natür­liche Inhaltsstoffe, die aber so zubere­it­et wer­den, dass Bak­te­rien sich nicht aus­bre­it­en kön­nen. Gekauft ist also besser.

falsch

Die Haut ist ein kom­plex­es Organ mit zahlre­ichen Auf­gaben. Eine davon ist die eines Pfört­ners, der schaut, dass nichts, was nicht hineinge­hört, hinein­ge­langt. Die mod­erne Kos­metikin­dus­trie hat darum Tech­nolo­gien entwick­elt, mit denen sie die Inhaltsstoffe in die Haut hinein­schleust, und zwar genau dor­thin, wo die Wirk­stoffe gebraucht wer­den. Ein weit­er­er Vorteil von gekauften Kos­metikpro­duk­ten beste­ht darin, dass die Wirk­stoffe teil­weise aufwendig extrahiert und poten­ziert wur­den. So wirken sie sehr viel effizien­ter. Zu Hause hat man diese Möglichkeit­en nicht. Man ver­wen­det zwar also gute Grund­pro­duk­te, die auch ihre Anwen­dung in der Kos­metikher­stel­lung find­en, aber man kann sie nicht pro­fes­sionell wie in einem Labor ver­ar­beit­en. So erzielt man deut­lich schwächere Resultate. 

Last not least ist die Anwen­dung von gekauften Kos­metikpro­duk­ten sehr viel ein­fach­er. Die Tex­turen ziehen ein und hin­ter­lassen keine Spuren, wie sie Öle, die man selb­st zusam­men­mis­cht und sich auf die Haut stre­icht, hin­ter­lassen. Einige Ingre­dien­zen von selb­st hergestell­ten Kos­meti­ka riechen nicht beson­ders gut, etwa Apfe­lessig. Dieses Prob­lem stellt sich bei der gekauften Kos­metik nicht.