Sonne

Mythos oder Tatsache – Sonne
Mythos oder Tatsache

falsch

Der Mensch braucht Son­ne, sagen sich eini­ge, weil sein Kör­per so das über­aus nütz­li­che Vit­amin D zu bil­den ver­mag.

Gera­de Frau­en in der Meno­pau­se fürch­ten sich vor einem Vit­amin-D-Man­gel, weil ein sol­cher die Kno­chen­dich­te her­ab­setzt. Wer sei­ne Haut also kon­se­quent schützt, scha­det sei­ner Gesund­heit, lau­tet die Schluss­fol­ge­rung – die falsch ist.

Denn die Halb­werts­zeit von Vit­amin D beträgt nur drei bis sechs Wochen. Auch wer sei­ne Haut also den gan­zen Som­mer lang unge­schützt der Son­ne aus­setzt, ist nicht vor einem Man­gel in der licht­ar­men Win­ters­zeit gefeit. Kommt hin­zu, dass unge­schütz­te Son­nen­bä­der beacht­li­che gesund­heit­li­chen Risi­ken ber­gen, sie kön­nen schliess­lich zu Haut­krebs füh­ren. Es ist daher sinn­vol­ler, auf Nah­rungs­er­gän­zungs­pro­duk­te zu set­zen, wie es auch das BAG emp­fiehlt.

Ein Mythos, der sich hart­nä­ckig hält, ist, dass Quark gegen Son­nen­brand hilft. Zwar kühlt er die Haut, aber die in ihm ent­hal­te­nen Bak­te­ri­en kön­nen in der gestress­ten Haut Infek­tio­nen begüns­ti­gen. Lie­ber nicht, oder?

wahr

Nicht ohne mei­ne Son­nen­creme, das gilt beim Son­nen­ba­den immer. Ist die Haut noch blass, braucht sie mehr Schutz, sprich einen höhe­ren Licht­schutz­fak­tor. Pri­ma, sagen sich eini­ge und grei­fen zum Pro­dukt des Vor­jah­res, das noch nicht auf­ge­braucht ist. Das ist aber ein gros­ser Feh­ler, denn Son­nen­pro­duk­te ver­än­dern sich im Lau­fe der Zeit. Man soll­te sie also immer nur für eine Sai­son ein­kau­fen. Trotz­dem lohnt es sich, auch grös­se­re Tuben zu erste­hen, denn man soll­te immer wie­der nach­cre­men.

Kann man, wenn man die Haut mit Selbst­bräu­nern vor­ge­bräunt hat, einen tie­fe­ren Licht­schutz­fak­tor wäh­len? Der Grund­satz, dass eine bereits gebräun­te Haut weni­ger emp­find­lich auf die UV-Strah­lung reagiert, gilt nur, wenn sie Mela­to­nin, das einen natür­li­chen Schutz dar­stellt, bil­den konn­te. Die Selbst­bräu­ner schen­ken der Haut zwar einen sehr natür­li­chen Farb­ton, als ob man in der Son­ne gewe­sen wäre, aber dabei ent­steht kein Mela­to­nin. Also her mit einem hohen Licht­schutz­fak­tor! Das gilt auch in der Höhe, weil die Son­nen­strah­len dort inten­si­ver sind, und am Was­ser, das die Strah­len reflek­tiert und so ver­stärkt. Apro­pos Was­ser: Eine was­ser­fes­te Son­nen­creme ist Pflicht wie auch das noch­ma­li­ge Auf­tra­gen. Wer sich mit einem Tuch tro­cken rub­belt, ent­fernt schliess­lich nicht nur die Was­ser­trop­fen, son­dern auch die Creme.